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Concordia Sagittaria
Der Ort an der Kreuzung der Via Annia und der Via Postumia war ein wichtiges Zentrum der Veneter und wurde 42. v. Chr. zur römischen Militärkolonie Julia Concordia.
Im heutigen Concordia Sagittaria sind von der alten römischen Stadt Teile der Mauern und Reste der urbanen Anlage übrig: das Forum, das Theater, die Thermen und Teile einer dreibogigen Brücke, über die die Via Annia führte.
Die Abwanderung der Veneter aufgrund von Einfällen der Barbaren führte zur Verlegung der Kolonie nach Caorle. Concordia wurde in eine einfache Festung umgewandelt und erhielt den Beinamen „Sagittaria", der auf die Herstellung von Pfeilen, der „Sagittae", zurückgeht. Erst um das 11. Jahrhundert erwachte das Städtchen in der Provinz Venedig als Lehen und Diözesansitz des Patriarchats von Aquileia zu neuem Leben.
Die Überreste eines frühchristlichen Bauwerks sind die ältesten Spuren des christlichen Glaubens in Venetien. Concordia liefert einen beeindruckenden Überblick über die Geschichte und Kunst zwischen dem 4. und dem 11. Jahrhundert: die Grabmauern, die Basilica Apostolorum mit Mosaikverzierungen, das Trichora Martyrum, ein Gebäude mit dreilappigem Grundriss zur Aufbewahrung der Reliquien von Heiligen, sowie das Baptisterium, das innen mit herrlichen Fresken geschmückt ist.
Zum Abschluss dieser Zeitreise in die Vergangenheit darf ein Besuch des Museo Civico Archeologico mit römischen und frühchristlichen Funden nicht fehlen. Zahlreiche Materialien der Ausgrabungsstätten sind auch im Museo Nazionale Concordense in Portogruaro untergebracht.


